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Netzwerk Erfolgsfaktor Familie

Das Unternehmensnetzwerk "Erfolgfaktor Familie"

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Das Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" widmet sich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es ist eine Initiative des Bundesfamilienministeriums und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft.

5 Fragen an Dorothee Enbergs

Foto: Dorothee Enbergs
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Kaufmännische Direktorin Dorothee Enbergs

Kaufmännische Direktorin und Vorstandsvorsitzende der LVR-Klinik Viersen, der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen und der LVR-Klinik Mönchengladbach.

Welche familienfreundlichen Maßnahmen haben Sie in der LVR-Klinik Viersen zuletzt eingeführt – und warum?

Dorothee Enbergs: Beruf und Familie müssen flexibel miteinander zu verbinden sein. Das ist nicht nur mir persönlich wichtig, sondern gehört auch zum Selbstverständnis des Landschaftsverbandes Rheinland. Auf unserem Gelände wird eine Kinderbetreuung angeboten. Wir engagieren uns aktiv im Bündnis für Familie Viersen, das sich für Familienfreundlichkeit einsetzt. Außerdem sind wir dem Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ angeschlossen.

Warum praktizieren Sie in Ihrer Klinik eine familienbewusste Personalpolitik?

Dorothee Enbergs: Wir sind natürlich daran interessiert, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht durch strukturelle Hindernisse in ihrer Weiterentwicklung gehemmt fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass Beruf und Familie in Einklang gebracht werden können. Dafür müssen wir – auch im eigenen Interesse – die Voraussetzungen schaffen.

Welche Rolle kommt den LVR-Kliniken in NRW zu, wenn es darum geht, unser Land familienfreundlicher zu machen?

Dorothee Enbergs: Unternehmen können sich klar positionieren. Hier sehe ich eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Es muss vorgelebt werden, dass sich Familie und Beruf nicht in die Quere kommen oder gar gegenseitig ausschließen. Sie müssen miteinander vereinbar sein. Die Politik ist hier gelichermaßen in der Pflicht – Hindernisse müssen gemeinsam aus dem Weg geräumt werden.

Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf, damit sich Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren lassen?

Dorothee Enbergs: Durch die beschriebenen Maßnahmen sind wir schon auf einem sehr guten Weg. Unser Handeln muss weiterhin auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie abzielen. Die zeitliche Flexibilität für Mütter und Väter in Führungspositionen ist wichtig und wird hier bereits gelebt. Darüber hinaus steht das Bestreben einer adäquaten und flächendeckenden Kinderbetreuung im Fokus.

Welches Erlebnis hat Sie im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf am stärksten beeindruckt?

Dorothee Enbergs: Ich bin nach wie vor beeindruckt davon, dass Kindererziehung und die Organisation innerhalb einer Familie immer mehr auf den Schultern der Mutter und des Vaters gleichermaßen verteilt sind. Hier hat sich durchaus ein gesellschaftlicher Wandel vollzogen. Zunehmend nehmen Väter Elternzeit in Anspruch und engagieren sich durch flexible Arbeitszeitmodelle innerhalb der Familie. Das ist eine Entwicklung, die erfreulich ist und die wir gerne fördern und unterstützen.

Dorothee Enbergs (2016)