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Angstgruppe

Wir bieten regelmäßig eine Angstgruppe für bis zu neun Patientinnen und Patienten an, die sich an Menschen wendet, die an krankhaften Ängsten leiden. Diese Ängste können durch äußere Situationen, eigene Körperreaktionen oder eigene Gedanken ausgelöst werden, welche für andere Menschen nicht bedrohlich sind. Behandelt werden sowohl reine Angsterkrankungen als auch Ängste im Rahmen von und neben anderen Störungsbildern (z.B. Depression).

Ziele der Gruppe

  • Informationen rund um das Thema „Angsterkrankungen“
  • Erarbeitung erster therapeutischer Schritte für einen verbesserten Umgang mit den Ängsten
  • Verminderung von Angst
  • Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Teilnehmen können alle Patientinnen und Patienten mit der Haupt- oder Nebendiagnose Agoraphobie (mit/ohne Panikstörung), soziale Phobie, spezifische Phobie, generalisierte Angststörung.

Ablauf

Die Gruppe findet sechs Wochen lang einmal wöchentlich am Mittwoch um 11:30 Uhr statt. Eine Sitzung dauert jeweils etwa eine Stunde. Sollten Sie vor dem Abschluss der Gruppe entlassen werden, können Sie diese ambulant weiter bis zum Ende besuchen. Die regelmäßige Teilnahme ist erforderlich, um von der Gruppe profitieren zu können.

Inhaltlicher Überblick

1. Sitzung

Informationen über die Natur der Angst:

  • Erscheinungsformen
  • Diagnosemöglichkeiten
  • Beschreibung der eigenen Ängste
  • Einführung in diagnostische und Selbstbeobachtungsfragebogen (Panik- und Agoraphobie-Skala, Marburger-Angsttagebuch)

2. Sitzung

Informationen über die Ursachen der Angststörungen (Teufelskreismodell; Lernmodell der Angst); Erfolgreiche und nicht erfolgreiche Bewältigungsformen der Angst

3. Sitzung

Herausstellung der Bedeutung von angstbezogenen Gedanken; Aufstellung von persönlichen Angstgedanken und Entwicklung von Alternativgedanken

4. Sitzung

Einführung in die Konfrontationsbehandlung; Konfrontation mit körperlichen Veränderungen; Praktisches Beispiel; Erstellung einer individuellen Angsthierarchie.

5. Sitzung

Vorstellungskonfrontation in der Gruppe mit gemeinsamem Angstauslöser; Vorbereitung der individuellen Konfrontation mit äußeren Angstauslösern; Vorstellung der "10 goldenen Regeln der Angstkonfrontation"

6. Sitzung

Hinweise zum Umgang mit Rückfällen; Einschätzung des Behandlungsfortschritts; Gegebenenfalls gemeinsame Behandlungsfortschritts; Gegebenenfalls gemeinsame praktische Konfrontation

Zwischen den Sitzungen bearbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kleine Übungen, welche die Beschäftigung mit dem Thema und die individuelle Auseinandersetzung mit dem Problembereich fördern. In jeder Sitzung werden diese Erfahrungen mit den Übungen besprochen.